Soziales

N E I N   Z U R   R E V I S I O N   D E R   A R B E I T S L O S E N V E R S I C H E R U N G 



Bei der letzten ALV-Revision 2003 wurde in einer wirtschaftlich prosperierenden Zeit der Beitragssatz von 3 auf 2 Prozent gesenkt und das Solidaritätsprozent gestrichen. Damals wurde versprochen, dies wieder einzuführen, wenn die Arbeitslosenkasse das Geld brauche. Jetzt wäre die Zeit reif dazu.

Die Schweiz hat einen sehr flexiblen Arbeitsmarkt. Arbeitnehmer geniessen kaum Kündigungsschutz wie in vielen anderen Staaten. Das ist ein Standortvorteil. Als Kompensation brauchen wir darum eine sehr gut ausgebaute Arbeitslosenversicherung.

Die Verschlechterung der Leistungen bei den Jugendlichen ist nicht tragbar. Unsere Jugend braucht keine Halbierung der Taggelder, sondern Perspektiven. Wovon sollen Studienabgänger leben, wenn sie im Falle von Arbeitslosigkeit ein halbes Jahr warten müssen, bis sie Arbeitslosenunterstützung erhalten, die zudem auf vier Monate gekürzt wird?

Die massive Leistungsverschlechterung bei älteren Arbeitnehmenden wird vermehrt zum Sozialamt führen. Damit wird die Arbeitslosenstatistik geschönt, die Kosten aber werden auf die Gemeinden verlagert.

Bis vor kurzem konnte die Schweiz auf ihren sehr breiten Mittelstand stolz sein. Innerhalb weniger Jahre hat sich die Lohnschere extrem geöffnet und wir beherbergen die Manager mit den höchsten Löhnen Europas. Die Zeche für die Krise Zahlen die Schwächsten, die Erwerbslosen. Das ist sozialer Zündstoff.
Die CSP sagt darum Nein zur Revision der Arbeitslosenversicherung. Sie möchte Bundesrat und Parlament die Möglichkeit geben, nochmals über die Bücher zu gehen für eine gerechtere ALV-Revision, die nicht auf dem Buckel der sozial Schwächsten ausgetragen wird. Dabei muss auch die Entschuldung innerhalb eines Konjunkturzyklus gesichert werden, wie vom Bundesrat ursprünglich geplant.


A L T E R S P L A N U N G 

Selbstbestimmtes Leben im Alter gezielt fördern

Der Stadtrat von Zug hat die Altersplanung neu definiert. Grund ist die demographische Entwicklung, die eine rasch wachsende Zahl von älteren Menschen voraussagt. Die Altersplanung beinhaltet Ziele und Massnahmen mit dem Ziel, die Selbständigkeit von älteren Menschen zu bewahren und gleichzeitig die Kosten in den Griff zu bekommen, wie Stadtrat Andreas Bossard an einer Medienorientierung am Donnerstag, 24. August 2006, erläuterte.

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